
In Landshut ist Seelsorge ökumensch. Dekanin Dr. Lubomierski und Dekan Alexander Blei mit dem ökumenischen Seelsorgeteam. - Foto: Johanna Krieger
Landshut – pm (30.04.2026) Mit einem feierlichen Segnungsgottesdienst fand der ökumenische Ausbildungskurs für ehrenamtliche Mitarbeit in der Seelsorge im Dekanat Landshut seinen Abschluss. Dekanin Dr. Nina Lubomierski und Dekan Alexander Blei segneten die Absolventinnen und Absolventen für ihren zukünftigen Dienst – ein bewegender Moment, der den Übergang von der Ausbildung in die praktische Seelsorge markierte.
Die neu ausgebildeten Ehrenamtlichen werden künftig in Altenpflegeheimen und im Krankenhaus tätig sein. Dort begegnen sie Menschen in herausfordernden Lebenssituationen – oft geprägt von Einsamkeit, Krankheit oder inneren Krisen. Gerade in einer Zeit, in der Einsamkeit viele betrifft, knüpft die Kirche damit an eine ihrer zentralen Aufgaben an: für Menschen da zu sein, zuzuhören und Halt zu geben.
Der Kurs selbst war geprägt von intensiver Auseinandersetzung – mit den Grundlagen der Seelsorge und mit der eigenen Persönlichkeit. „Das wichtigste Instrument in der Seelsorge ist man selbst“, betont Pastoralreferentin Yvonne Achilles, Krankenpastoral im Dekanat Landshut. Entsprechend wichtig sei es, sich der eigenen Grenzen bewusst zu werden und gut für sich selbst zu sorgen. Gemeindereferentin Erika Gandorfer, zuständig für die Seniorenpastoral im Dekanat Landshut hebt hervor: „Wer andere begleiten will, muss auch die eigenen Fragen und Lebensthemen ernst nehmen.“ Glaube könne dabei eine Ressource sein – nicht als fertige Antwort, sondern als Angebot für Menschen, die gerade keinen Halt mehr spüren.
So wurden die Teilnehmenden nicht nur fachlich geschult, sondern auch darin gestärkt, ihren eigenen Glauben zu reflektieren und sprachfähig zu werden – um ihn bei Bedarf einfühlsam weiterzugeben.
Das Engagement der neuen Ehrenamtlichen ist ein großer Gewinn für die Gesellschaft und die kirchlichen Gemeinden. „Bei all den schlechten Nachrichten dieser Zeit dürfen wir nicht vergessen: Es gibt sie, die engagierten Menschen, die für andere da sein wollen. Das ist ein starkes Zeichen für uns als Gesellschaft und als Christen – wir bleiben gemeinsam unterwegs“, sagt Pfarrerin Johanna Krieger von der Evangelischen Altenheimseelsorge.

