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Dr. Müller-Kroehling: OB-Kandidat der ÖDP will Landshuts Turbo-Wachstum entschleunigen

Christine Ackermann Dr Stefan Müller Kroehling Elke März Granda

Mit Triumph will das Trio Christine Ackermann (links), Dr. Stefan Müller Kroehling und Elke März-Grand in die Kommunalwahl 2020 ziehen.

Landshut – gw (26.02.2019) Für die ÖDP tritt Dr. Stefan Müller-Kroehling (49 Jahre jung) zur Oberbürgermeisterwahl am 15. März 2020 an. Sein Name tauchte immer wieder auf, als es um die Wohnbebauung der Ochsenau ging. Müller-Kroehling sprach sich als 2. Vorsitzender des Naturwissenschaftlichen Vereins dafür aus, diese Naturflächen zu erhalten. Das will er weiterhin. Seine Ziele sind geprägt von einer nachhaltigen Entwicklung Landshuts mit langfristigem Planem und Denken für Verkehr, Wohnbau und Stadtnatur.

Seit rund einem Jahr befinden sich die beiden ÖDP-Stadrätinnen Elke März-Granda und Christine Ackermann in einem regen Austausch mit Dr. Stefan Müller-Kroehling. Ende 2018 sagte er zu, für die Partei zum Oberbürgermeister zu kandidieren. Den Ausschlag dazu gab seine Kommunikationsfähigkeit und sein strategisches Denken. „Damit identifiziert er sich mit der ÖDP-Politik und einem lebenswerten Landshut“, so Elke März-Granda.

Die Ziele für die OB- und Stadtratswahl im März 2020 lauten, die Oberbürgermeisterwahl zu gewinnen und mit drei ÖDP-Stadträten Fraktionsstärke zu erreichen. Dass dies keine Utopie sein muss belegte März-Granda mit dem haushoch gewonnenen Volksentscheid zum Artensterben. „Hier hat die kleine ÖDP gezeigt, dass sie ganz großes kann.“

Dr. Stefan Müller-Kroehling gefällt, dass die ÖDP dem Volk zum Gehör verhilft und ganz und gar auf Spenden aus der Wirtschaft verzichtet. Denn sonst sagt die Wirtschaft der Politik, was sie will.

Wachstum drosseln

Landshut kennt vor allem jenes: Neue Straßen und neue Gewerbegebiete, kritisiert Müller Kroehling. Und: „Landshut wächst so schnell, dass es nicht mehr als gesund bezeichnet werden kann.“ Es lässt sich jetzt schon ausrechnen, bis wann Landshut zugebaut ist, wenn der Flächenfraß so weitergeht.

Dr Stefan Müller Kroehling Der promovierte Fortswissenschaftler Dr Stefan Müller-Kroehling favorisiert vorausschauende Politik und nachhaltiges Denken.

Daher soll das jetzige Wachstum Landshuts gedrosselt werden, auf ein Niveau, auf dem die Bürger und die Verwaltung Schritt halten können. Daher will der ÖDP-Kandidat Müller-Kroehling all die vertreten, denen das Wachstum zu zügellos ist. „Denn dieses Wachstum schafft viele Probleme und kostet viel Geld.“

Anstatt neue Straßen zu bauen, sollen mehr Busse und auch eine Stadtbahn fahren. Fahrradfahrer sollen auf vor Autos geschützten Wegen radeln. Das trägt auch zum Klimaschutz bei und schützt die Bürger vor Lärm und Feinstaub. Müller-Kroehlings sieht seine Geburtsstadt Münster als Vorbild beim Fahrradverkehr. „Dort gibt es mehr Fahrräder als Einwohner. So etwas brauchen wir auch für Landshut: Vorfahrt für Fahrräder.“

Vor allem dürfen neue Straßen Verkehrsprobleme nicht einfach nur verlagern. Daher auch Dr. Stefan Müller-Kroehlings „Nein“ zur B15 neu, durch die sich noch mehr Wachstumsimpulse ergeben.

ÖDP schlägt keine Utopien vor

Der promovierte Forstwissenschaftler spricht daher aus Erfahrung über nachhaltige Entwicklungen, in deren Mittelpunkt die Bürger mitreden dürfen, etwa bei der Entwicklung von Stadtteilen und wenn es um die Gewinnung regenerativer Energien vor Ort geht.

Wachstum zu drosseln heißt für Müller-Kroehling nicht, keine neuen Wohnungen zu bauen. Dazu gibt es genügend Flächen, die dafür bereits ausgewiesen sind. Diese sollen zuerst bebaut werden. Die Ochsenau soll für den Wohnungsbau tabu bleiben.

Ochsenau schützen statt bebauen

Für Dr. Stefan Müller-Kroehling steht fest, dass das wertvolle Tafelsilber „Ochsenau“ erhalten bleiben muss. Zu wertvoll seien diese naturbelassenen Flächen aus der Sicht von Naturschutz. Seit Jahrzehnten wurde dieses Gebiet landwirtschaftlich nicht genutzt und wurde weder Dünger noch Gülle ausgesetzt.

Für neue Wohnungen und Gewerbegebiete gibt es, so der OB-Kandidat, in Landshut genügend Flächen, die dafür vorgesehen, aber noch nicht bebaut sind.

Wie Putz aus dem Nichts

Dr. Stefan Müller-Kroehling sieht durchaus Chancen für den Chefsessel im Rathaus und vergleicht seine Position mit dem jetzt amtierenden OB. Auch Alexander Putz kam aus dem Nichts und hat es geschafft, die Wahl zu gewinnen. Zudem schafft es die ÖDP die Bürger mit Argumenten zu überzeugen.

Müller-Kroehling sagt über sich selbst: Beruflich habe ich es schon oft geschafft, tief verfeindete Gruppen zu einem konstruktiven Ergebnis zu führen“. Damit sieht er für sich einen klaren Pluspunkt, auch im Stadtrat für seinen politischen Kurs Mehrheiten zu gewinnen.

Zur Person:

Dr. Stefan Müller-Kroehling, Jahrgang 1969, wurde in Münster geboren. Er studierte Forstwissenschaft in München und Freising (Ludwig-Maximilians-Universität München) und New Haven (Yale).und promovierte an der Technischen Universität München über charakteristische Arten. Seit 1999 ist er im Bereich Natura 2000 tätig, davon in 2009/10 für die EU-Kommission. 

Dr. Müller-Kroehling sieht sich selbst als wertekonservativer Mensch und gehört der ÖDP seit Ende 2018 an.

Seine Hobbies sind die Erkundung der Natur, Gitarre spielen, American Football und das Lesen von Krimis sowie Reiseliteratur.

Die Nominierungsversammlung der ÖDP soll bereits im März stattfinden, Der OB-Kandidat wird auch als Stadtratskanddiat für die ÖDP antreten.  

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