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Mehrheitlich neue Stadträte entscheiden im Verwaltungssenat über höhere Taxi-Preise

aa anfang taxi zweiWarten und Geduld üben gehört zu den Grundtugenden von Taxifahrern.

In vielen anderen Städten haben die Taxi-Unternehmer fast zeitgleich mit der gesetzlichen Einführung der Mindestlöhne (8.50 Euro) zum 1. Januar die Preise für Taxifahrten teils recht drastisch - bis zu 25 Prozent - erhöht, obwohl sich z.B. derzeit andererseits die Kosten für Benzin oder Diesel um gut 20 Prozent verbilligt haben.

In Landshut gibt es ca. 60 Taxis. Eigentlich gilt die Faustregel pro 1000 Einwohner eine Taxi-Konzession.

Die Stadt ist allein in der zehnjährigen Amtszeit von OB Hans Rampf um 7.000 Einwohner gewachsen, aber es kamen keine neuen Taxis hinzu. Gleichwohl wird zum Teil im Stadtrat darüber Klage geführt, dass man zu bestimmten Zeiten nachts oft (viel zu) lange auf ein Taxi warten müsse. 

Am 11. Februar wird sich der zuständige Verwaltungssenat mit dem Antrag der Landshuter Taxler zur Erhöhung der Fahrpreise beschäftigen müssen. Vorsitzender dieses Ausschusses (Senats) ist 2. Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner. Dem Senat gehören folgende Stadträte an: Gertraud Rößler, Maximilian Götzer, Pfilipp Wetzstein (alle drei CSU und Neu-Stadträte), Tilmann von Kuepach (Landshuter Mitte, ebenfalls wieder neu im Stadtrat), Karin Habereder (Junge Liste, auch neu im Stadtrat), dazu Dietmar Franzke (SPD), Margit Napf (Ausschußgemeinschaft)  und Raziye Sarioglu (Die Grünen).

Kein Zweifel, die Anschaffung eines Autos für den Taxibetrieb ist nicht bilig, zumeist sind es ja Fahrzeuge der (gehobenen) Mittelklasse. Mini-Cars (Renault R 4) wie ehedem in Großstädten, sind nicht mehr üblich. Freilich besteht nicht jeder Taxi-Nutzer auf eine Fahrt mit größeren bzw. repräsentativen Modellen. An Taxifahrern besteht offenbar kein Mangel. In der Nachbarstadt Freising - mit dem Flughafen im Rücken - ist das Taxi-Gewerbe fast zu 80 Prozent in der Hand von türkischen Unternehmern. Nicht so in Landshut.

Viele Taxifahrer verdienen schon jetzt gut 8.50 Euro die Stunde (ohne Trinkgelder), wenn sie am Umsatz beteiligt sind. Doch das ist nicht generell der Fall und da gibt auch flaue Zeiten, wo man oft stundenlang im Taxi auf einen Auftrag warten muß. 

Womöglich kann man die Taxis auch in das künftige Mobilitätskonzept der Stadt besser einbauen. Ein Beispiel: Zu Dult-Zeiten ist es nicht teurer, wenn vier Personen per Taxi nach Tiefenbach spät am Abend heimfahren als mit den sündteuren Dult-Bussen. Noch dazu fährt das Taxi bis vor die eigene Haustür. Taxi-Fahrgemeinschften bilden heißt das Zauberwort, um sicher und günstig auch nach der Disco heimzukommen. 

Das Ordnungsamt der Stadt ist rein verwaltungsmäßig für die Taxiunternehmer zuständig. Dort geht man davon aus, dass die Taxi-Preise um 15 bis 20 Prozent in Landshut steigen könnten. Die jetzt per Mindestlohn besser besoldeten Taxi-Fahrer müssen die Preiserhöhung künftig nicht zuletzt deshalb "büßen", weil der einzelne Fahrgast wohl weniger Trinkgeld spendieren wird.           

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