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Landrat Dreier fährt nicht im Bus, sondern im bequemen Dienst-BMW hinter dem Bus mit nur 31 Syrern zur "Schaffen-das"-Merkel

Die Berlinfahrt-Aktion verläuft heute (14.01.) anscheinend doch nicht ganz so, wie es Landrat Peter Dreier wohl gerne hätte. Statt 51 anerkannte Asylbewerber fahren im Bus nur 31 Flüchtlinge aus Syrien mit nach Berlin.  Die Abfahrt hatte sich heute, Donnerstag schon um über eine Stunde verzögert. Bei einer Fahrzeit von sechs bis sieben Stunden wird der Bus vor Dienstschluß im Berliner Bundeskanzleramt gar nicht ankommen.  Die Kanzlerin ist sowieso nicht im Haus heute.

Was also kann Dreier mit seiner Demo-Fahrt bezwecken? Die Stadt Landshut macht nicht mit. Der Regierungspräsident wird ihn sicher auch nicht ermutigt haben. Ministerpräsident Seehofer soll sogar versucht haben, den Landrat (aus dem Lager der Freien Wähler) von seiner Berlin-Fahrt mit Asylbewerbern an Bord abzubringen. - Die Frage ist auch erlaubt, ob der wirtschaftlich bestens  situierte Großlandkreis Landshut - nur 2,4 % Arbeitslose - mit der bisher zugewiesenen Zahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern tatsächlich restlos überfordert ist. 80 andere Landräte in Bayern haben die gleiche Aufgabe zu meistern. Die Hauptlast liegt ja bei den 35 Landkreis-Bürgermeistern. Sie müssen die Unterkünfte nach einem bestimmten gerechten Schlüssel zur Verfügung stellen. Ähnlich dramatische Klagen sind vom Landshuter Oberbürgermeister Hans Rampf nicht zu hören. Er bittet seine Landshuter ständig um Verständis für die besondere Situation. Ein spezieller Runder Tisch unter der Leitung von Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner fördert und begleitet die Aktivitäten der Stadt, wo Thomas Link als Leiter einer effektiven Stabsstelle eine allseits  anerkannte Arbeit bei der Unterbringung der zugewiesenen Flüchtlinge und deren Betreuung leistet.  Landshut mußte ja allein 2015 auch über 2.000 Zuzügler im Stadtgebiet verkraften. Auch sie brauchen Wohnungen usw.  Der Landkreis wächst dagegen nur mehr langsam. Viele  Gemeinden verzeichen sogar Einwohnerverluste.

Was also reitet den jungen, neuen Landrat aus dem Reihen der Freien Wähler? Womöglich geht der Schuß nach hinten los. Ob er wohl auch Beifall von den Abgeordneten Rosi Steinberger (Die Grünen) und Ruth Müller (SPD) erntet? Sicher eher nicht. SPD und Grüne sind gegen willkülrliche Obergrenzen bei den Flüchtlingen. Sie stehen daeher auf der Linie von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die davon überzeugt ist, dass das große, reiche Deutland diese Herausforderung schaffen kann. Niemand kann ja behaupten, die da oben in Berlin wären untätig.

Landrat Dreier wird jedoch von den rechtspopulistischen Gruppierungen wie z.B. der AfD (Altenative für Deutschland) und der NPD Beifall n den medialen Netzwerken bekommen. Nein, ein halb leerer Reisebus mit nur 31 Flüchtlingen an Bord aus Syrien und mit einem Landrat im Dienst-BMW samt Pressereferent Elmar Stöttner dahinter wird das politische Berlin, das Bundeskanzleramt und die Verantwortlichen der Großen Koalition nicht beeindrucken. Der große, reiche Landkreis hat in seinen 35 Gemeinden sehr wohl noch Platz für zusätzliche Flüchtlinge und Asylbewerber. Das schaffen - auch ohne großes Wehklagen - zig andere Landkreise und kreisfreie Städte. "Denn wo ein Wille ist, ist ein Weg" sagt ein Sprichtwort.        

 

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