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20. Mai 2017

Schwertransporter mit Modul für Windkraftanlage geriet in Brand - Sachschaden von ca. 100.000 €uro

Steinach (20.05.2017) Am Donnerstag, 18.05., gegen 23.30 Uhr, geriet ein italienischer Schwertransport auf der A3 in Fahrtrichtung Regensburg in Brand. Der Transport, bestehend aus einer italienischen Sattelzugmaschine samt Schwertransporttieflader war in Triest/Italien gestartet und unterwegs mit einem Modul für Windkraftanlagen nach Danzig/Polen.

Nach entsprechender Ruhezeit startete das Fahrzeug mit seinem Schwertransportbegleitfahrzeug gegen 22.00 Uhr in Passau/Suben in Richtung Regensburg zur angeordneten Nachtfahrt.

Kurz nach der Anschlussstelle Straubing/B20, bemerkte der Fahrer des Begleitfahrzeuges deutlichen „Gummigeruch“ sowie Rauch vom Heck des Transportaufliegers. Er verständigte sofort per Funk den 54 jährigen italienischen Fahrer der Zugmaschine und beide Fahrzeuge hielten zwei Kilometer vor der Anschlussstelle Kirchroth auf dem Standstreifen der Autobahn an. Unmittelbar nach dem Abstoppen der Fahrzeuge schlugen bereits Flammen aus den Hinterachsen des Aufliegers, welche der 52 jährige Begleitfahrzeugfahrer aus Höxter noch mit zwei Feuerlöschern zu bekämpfen versuchte.
Den Brand konnte der Mann aber nicht mehr selbständig löschen. Die herbeigerufenen Feuerwehren aus Steinach, Parkstetten und Bogen, löschten den Brand in kurzer Zeit erfolgreich. Die vier Hinterachsen des Aufliegers brannten mit allen Reifen vollständig ab, der Fahrbahnbelag des Standstreifens wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen, der Spezialauflieger zum Transport von überschweren Lasten wurde vollständig zerstört. Die Sattelzugmaschine, sowie die Ladung blieben unbeschädigt.

Die Autobahnmeisterei Kirchroth übernahm die Absicherung der Einsatzstelle, sowie die Sperrungen der rechten Fahrspur und im weiteren Bergeverlauf die Komplettsperrung des Teilstückes der BAB zwischen den Anschlussstellen Straubing/B 20 und Kirchroth, sowie die Ausleitung des Verkehrs an der Anschlussstelle Straubing/B20. Auf den Umleitungsstrecken waren Kräfte der Polizeiinspektionen Straubing und Bogen, sowie die zuständigen Straßenmeistereien im Einsatz. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderung, insbesondere auch auf der BAB zu einem ereignisbedingten Rückstau von ca. 10 km Länge in der Spitze.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich an der Einsatzstelle schwierig, da während der Arbeiten festgestellt werden musste, dass das in der Genehmigung für die Schwertransportfahrt angegebene Ladungsgewicht des Sattelzuges deutlich überschritten war und der dafür zunächst vorgesehene Berge-Kran, nicht ausreichend war. Ein weiterer Autokran musste angefordert und zur Einsatzstelle nachgeführt werden.
Der Abschluss der Arbeiten konnte gegen 10.00 Uhr des Freitag Vormittag erreicht werden. Die Autobahn wurde um 10.15 Uhr wieder uneingeschränkt für den Verkehr freigegeben.

Ob ein technischer Defekt am Auflieger oder das zu hohe Gesamtgewicht des Fahrzeuges oder die Kombination hieraus zur Brandentstehung führte, ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Den Fahrer des Transportfahrzeuges, sowie die Transportfirma als Verlader und Beförderer, erwarten entsprechende Bußgeldverfahren wegen diverser Verstöße, welche unter Hinzuziehung der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizeiinspektion Deggendorf, vorbereitet werden.

Der durch das Brandereignis entstandene Sachschaden, inklusive der Einsatz- und Bergekosten, dürfte nahe an den Bereich von 100.000 EUR heranreichen.

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