
Vilsbiburg - pm ( 27.05.2026) Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich Zeuge einer kritischen Situation werde – ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Zivilcourage-Kurses, den die Dominik Brunner Stiftung kürzlich für Auszubildende der DRÄXLMAIER Group am Standort Vilsbiburg durchgeführt hat – verbunden mit einer Spende der DRÄXLMAIER Group in Höhe von 1.000 Euro an die Stiftung.
Deeskalierende Strategien für verschiedenste Situationen
„Ich bin davon überzeugt, dass viele Menschen helfen wollen. Sie wissen nur nicht, wie sie am besten helfen können“, erläuterte Kursleiter Bernhard Walter. Der ehemalige Polizist und erfahrene Trainer für Gewaltprävention schult für die Dominik Brunner Stiftung regelmäßig Erwachsene und Jugendliche. Der zweite Kursleiter, Walter Riebesecker, übernahm die Rolle des „Bösewichts“ und sorgte so für authentische Szenarien. Ziel des Trainings war es, den Teilnehmenden konkrete Handlungsoptionen aufzuzeigen – von der Rolle als Opfer bis hin zum richtigen Verhalten als Zeugin oder Zeuge.
Dabei lag der Fokus nicht auf heldenhaftem Eingreifen, sondern auf deeskalierenden Strategien: Situationen frühzeitig erkennen, Abstand schaffen, weitere Personen hinzuziehen oder gezielt Hilfe organisieren. Ein bewusstes Detail dabei: Auch bei einer persönlichen Ansprache konsequent zu siezen, selbst wenn man geduzt wird – um Außenstehenden klar zu signalisieren, dass keine Beziehung zu den Beteiligten besteht.
„Der Kurs gibt mir deutlich mehr Sicherheit“
Trainiert wurden unter anderem typische Alltagssituationen, etwa an Bushaltestellen oder in öffentlichen Räumen. Die Auszubildenden lernten, Konflikte zu entschärfen, auch dann, wenn man sich im Recht fühlt, und Gefahrensituationen durch kluges Verhalten zu verlassen, bevor sie eskalieren. Bei den Teilnehmenden stieß das Angebot auf große Resonanz. Auszubildende Miriam Eggelaar betonte: „Der Kurs gibt mir deutlich mehr Sicherheit in potenziell gefährlichen Situationen. Die Tipps und Übungen waren sehr hilfreich und praxisnah.“
Soziale Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein fördern
Hintergrund des Engagements ist das Vermächtnis von Dominik Brunner, der im Jahr 2009 Jugendlichen zu Hilfe kam und dabei ums Leben kam. Sein mutiges Eingreifen lenkte bundesweit den Blick auf die Bedeutung von Zivilcourage – ebenso wie auf die Frage, wie Helfen verantwortungsvoll und umsichtig gelingen kann. Die gleichnamige Stiftung setzt sich seither für Präventionsarbeit, gesellschaftlichen Respekt und ein gewaltfreies Miteinander ein.
Mit der Integration des Zivilcourage-Kurses in die Ausbildung unterstreicht die DRÄXLMAIER Group ihren Anspruch, neben fachlicher Qualifikation auch soziale Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein bei ihren Nachwuchskräften zu fördern.

