Auch der Rocket-Club war eine Station des Grenzgangs.
Landshut – pm (19.07.2021) Am Samstag, 10. Juli, fand im Rahmen der Reihe „Grenzgänge-mittendrin“ der Landshuter Grünen als Auftakt der Grenzgang Bahnhof zum Thema Urbanität-Jugend-Kultur statt. An der ersten Station des Grenzgangs Bahnhof wurden Möglichkeiten der Nutzung und Gestaltung der derzeitig monofunktionalen Parkfläche am Güterbahnhof durch vorbildhafte Beispiele aus anderen Städten bebildert und diskutiert.
Ein Parkhaus mit zusätzlichen Dachnutzungen könnte auf der großen Parkplatzfläche Raum freimachen für einen „Bahnhofspark“ mit Flächen für Jung und Alt oder auch weitere kulturelle Nutzungen wie Container-Ateliers. Die Lagerräume könnten ähnlich dem „Kunstpark Ost“ in München bespielt werden. Thomas Widmair, einer der beiden Betreiber des Rocket-Clubs, gab einen Einblick in Entwicklung und Geschichte des Clubs, und die gegenwärtige Nutzung als Open Air-Gelände in Zeiten der Pandemie.
Der Route führte unter die Brücke der Altdorferstraße zur nächsten Station. Mit einer Gruppe der jungen Erwachsenen Skater, die ebenfalls am Grenzgang teilgenommen hatten, wurden vor Ort die Potentiale für eine Skateanlage unter der Brücke diskutiert. Regengeschützt und urban könnte dort ein witterungsunabhängiger, kultureller und sportlicher Lieblingsort für Skater und natürlich Zuschauer geschaffen werden. Hier wurde speziell die gesellschaftliche Bedeutung städtebaulicher Zielsetzungen sichtbar und greifbar.
Am Bahnhofsplatz, einem Ort des Ankommens und der erste Blick auf die Stadt, wurden Pläne zu einem Wettbewerb des Bahnhofsvorbereichs erläutert und wichtige Einrichtungen wie attraktive und grüne Aufenthaltsbereiche, sichere und ausreichende Fahrradabstellmöglichkeiten aber auch Ideen zu passenden, verdichteten Bauformen und dem Bahnhof als sozialem Treffpunkt diskutiert. Warum könnte hier nicht, ähnlich wie am Bahnhof München-Moosach, ein Basketballcourt Platz finden?
Die letzte Station bildeten die räumlich spannenden Bereiche unter den Brücken an der Flutmulde. Großstädtisch könnten hier verschlungene Fahrbahnen die Kulisse für Treffpunkte und sportliche Betätigung bilden, wie Alexander Siemens von der Urban Sports Company mit seiner Parcours-Vorführung eindrucksvoll zeigte. Sitzbereiche an der Böschung und Parcours-Geräte an Decke und Wand könnten zukünftig Bühne und Tribüne bilden.
Die Veranstaltungsreihe „Grenzgänge – mittendrin“ wird am Samstag, 24. Juli , um 16 Uhr (Treffpunkt am Spielplatz Jennerstraße), mit dem Grenzgang Liebenau zum Thema Wohnen-Freizeit fortgesetzt. Alle an Stadtentwicklung Interessierten sind herzlich eingeladen.


