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40 Tschernobyl: Cäsium-Belastung bleibt messbar "Atomkraft hat keine Zukunft"

atomausstieg tschernobyl

„Die Zukunft liegt in Windkraft, Solarenergie, Speichern und moderner Infrastruktur – nicht in riskanten Technologien von gestern“, bekräftigt MdL Ruth Müller (4. v. r.). 

Landshut - pm (23.04.2026) 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind die radioaktiven Folgen in Bayern bis heute konkret messbar. Besonders betroffen bleiben Süd- und Niederbayern. Das zeigt die Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Müller. Müller, die im April 1986 19 Jahre alt war, erinnert sich noch gut an die Tage nach der Katastrophe am 26. April:

„Im Freundeskreis, in der Berufsschule und in der Familie war große Verunsicherung zu spüren. Niemand konnte das so recht einordnen und die Gefahren abschätzen. Mein Vater hat – zum Leidwesen meiner Mutter – den Salat aus dem Frühbeet gerissen und im Kompost entsorgt. Im Rückblick war das natürlich auch unsinnig, weil die Komposterde im Jahr darauf wieder im Frühbeet gelandet ist – mit den radioaktiven Stoffen, die zum Teil lange brauchen, bis sie nicht mehr nachweisbar sind.“ Zu ihnen gehört das Radionuklid Cäsium-137, das eine Halbwertszeit von rund 30 Jahren hat.

Erst nach dieser Zeit ist die Hälfte der Radioaktivität zerfallen. Bereits 1986 wurden in Südbayern an der Bodenoberfläche bis zu 45.000 Becquerel Cäsium-137 pro Quadratmeter gemessen. In besonders betroffenen Gebieten des Bayerischen Waldes lagen die Durchschnittswerte sogar bei rund 53.700 Becquerel pro Quadratmeter – je nachdem, wo und wie sich die Niederschläge nach der Reaktorkatastrophe in Bayern verteilt haben. Zwar verweist die Staatsregierung darauf, dass der heutige Beitrag zur gesamten Strahlenexposition vergleichsweise gering sei. Dennoch werden in Bayern weiterhin jährlich rund 1.500 Proben mit rund 1.800 Messungen untersucht. „Allein das zeigt doch: Entwarnung kann es nicht geben“, stellt Müller fest.

Und: Die Staatsregierung habe in der Antwort auf ihre Anfrage selbst eingeräumt, dass sich die Verteilung der radioaktiven Stoffe in Bayern „seither nur wenig verändert hat“. Die Langzeitfolgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zeigen sich vor allem bei Lebensmitteln aus dem Wald. Das Bundesamt für Strahlenschutz meldete für bestimmte Wildpilzarten in Bayern immer noch Werte von bis zu 2.400 Becquerel pro Kilogramm Frischmasse. Einzelne aktuelle Erhebungen nennen sogar Werte von über 1.000 Becquerel
pro Kilogramm. Zum Vergleich: Für Lebensmittel aus dem Handel gilt in der EU ein Höchstwert von 600 Becquerel pro Kilogramm. In Wildfleischproben aus besonders belasteten Gebieten im Bayerischen Wald und südlich der Donau misst das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vereinzelt Werte, die über dem Grenzwert liegen. Solches Fleisch wird aber nicht verkauft.

Für Ruth Müller war Tschernobyl ein prägender Moment für ihr späteres politisches Engagement: für den Ausstieg aus der Kernenergie und den Ausbau erneuerbarer Energien, der mit der ersten rot-grünen Regierung auf den Weg gebracht wurde. Der dort beschlossene Atomausstieg sollte 2009 von der schwarz-gelben Koalition rückgängig gemacht worden. Gemeinsam mit vielen anderen Aktiven stand Müller ab dem Spätsommer 2010 regelmäßig montags gemeinsam vor den Toren des Kernkraftwerks in Niederaichbach, um gegen den geplanten „Ausstieg vom Ausstieg“ zu demonstrieren, der dann aufgrund der Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 doch nicht vollzogen wurde.

Egal, ob menschliches Versagen oder Naturkatastrophen für einen Gau ursächlich sind - für Müller sind die Lehren daraus eindeutig: „Wer 40 Jahre nach Tschernobyl ernsthaft wieder über Atomkraft spricht, hat nichts verstanden. Weder Söders Mini-AKWs noch die Forderungen von CSU und Freien Wählern nach einer Rückkehr zur Atomkraft sind eine Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit.“ Söders Werben für sogenannte Mini-AKWs hält Müller für einen gefährlicher Irrweg. Auch kleine Reaktoren produzierten hochradioaktiven Müll, bräuchten enorme Sicherheitsvorkehrungen, verschlängen Milliarden und würden beim aktuellen Energiebedarf nicht helfen.

Das Ziel müsse sein, endlich unabhängig von fossilen Brennstoffen und autokratischen Ländern zu werden. „Die Zukunft liegt in Windkraft, Solarenergie, Speichern und moderner Infrastruktur – nicht in riskanten Technologien von gestern“, bekräftigt die SPD-Politikerin.

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