
Landshut - pm (06.05.2026) Die zweite Kräuterwanderung der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) stieß am vergangenen Samstag auf enorme Resonanz: Rund 90 Naturbegeisterte folgten der Einladung (Foto ÖDP). Nach der Erkundung der Ochsenau im Vorjahr führte die Exkursion diesmal vom Treffpunkt am Eisstadion direkt in die Isarauen, um die heimische Pflanzenwelt zu entdecken.
Bereits zur Begrüßung scharten sich die Teilnehmer um die Expertin Lisa Fleischmann. Die Biobäuerin vermittelte fachkundig Wissen über Wildpflanzen, die oft unbeachtet am Wegesrand wachsen. Der erste Halt galt der Birke: Ihre jungen Blätter sind im Frühjahr besonders zart und eignen sich ideal für Salate, Smoothies oder Tees.
Der Löwenzahn weckte bei vielen Gästen Kindheitserinnerungen an „Wasserschnörkel“ oder die Nutzung der Löwenzahnmilch als Kleber. Neben diesem spielerischen Aspekt stand der ökologische Nutzen im Fokus, etwa bei der Brennnessel. Als bewährtes Entschlackungsmittel in der Volksmedizin geschätzt, ist sie gleichzeitig eine überlebenswichtige Futterquelle für rund 40 Schmetterlingsarten.
Im weiteren Verlauf erläuterte Fleischmann die Verwendung von Knoblauchsrauke und Klettenlabkraut in der Küche und Kosmetik. Ein besonderes Augenmerk galt der Sicherheit: Am Beispiel des Wiesenkerbels warnte die Expertin vor der Verwechslungsgefahr bei Doldenblütlern. Zudem gab es praktische Ratschläge, etwa zum optimalen Erntezeitpunkt von Giersch für erfrischende Limonaden oder Salate.
Das Kernanliegen der Wanderung blieb jedoch der Schutz der Artenvielfalt. Da Insekten als Bestäuber fortlaufend auf Pollen und Nektar angewiesen sind, sei jede einzelne Pflanze wertvoll. Diese Botschaft nahmen sich die Teilnehmer sichtlich zu Herzen.
Aufgrund des großen Erfolgs planen die Organisatoren bereits die Fortsetzung für das kommende Jahr, um die Natur vor der Haustür weiter schätzen und schützen zu lernen.

