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SPD-Räte befürchten "traurige Entwicklung auf dem Landshuter Wohnungsmarkt"

gbw marschallstrDie SPD-Stadträte sehen auch in Landshut eine traurige Entwicklung auf den Wohnungsmarkt zukommen. Die Pessimisten beim Vekauf der Wohnungen der BayernLB-Tochter GBW an die Patrizia AG Augsburg hätten Recht behalten. Denn, kaum ein Jahr nach dem Verkauf von 32.000 Wohnungen an das Augsburger Unternehmen verkauft dieses bereits mehrere Häuser in München. Ähnliches droht auch Landshut.

Und so wären auch hier vom Verkauf der GBW an die Patrizia AG ca. 1200 Wohnungen betroffen und die Mieter dieser Wohnungen müssten eine ähnliche Vorgehensweise befürchten, so SPD Fraktionspressesprecher Robert Gewies.
Beim Verkauf an Dritte gilt zwar unverändert die Sozialcharta, die bei der Patrizia-Übernahme festgeschrieben wurde. Danach sind Luxussanierungen 10 Jahre ausgeschlossen und Kündigungen wären nicht erlaubt. Nach einem möglichen Verkauf ist aber zu befürchten, dass eine Überprüfung der Mieterhöhungsklausel kaum noch möglich sein wird, da keine Mitteilungspflicht besteht.
Damit würde nur noch der gesetzliche Rahmen greifen, wonach Mieterhöhungen alle drei Jahre um 15 Prozent zulässig wären und die Sozialcharta könnte damit sehr wohl umgangen werden.
Bereits bei der Übernahme der GBW-Wohnungen durch die Patrizia AG stellten Insider fest, dass die Sozialcharta das Papier nicht wert sei, auf dem sie gedruckt wurde, so Pressesprecher Gewies.
Die SPD-Stadtratsfraktion muss leider die Dreistigkeit der Augsburger Patrizia AG hinnehmen und feststellen, dass sie nicht mal eine Schamfrist vergehen haben lassen und bereits jetzt das "Vergolden" ihres Kaufes der Wohnungen vor einem halben Jahr in Angriff nehmen.
Damit wird die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum auch in Landshut immer deutlicher schwinden und die Forderung der SPD Stadträtinnen und Stadträte nach einer städtischen Wohnungsgenossenschaft oder Wohnungsgesellschaft wird immer dringlicher.
Es bleibt zu hoffen, dass diese Notwendigkeit möglichst bald im Landshuter Stadtrat Gehör findet und die nötigen Schritte zu einer solchen Gründung eingeleitet werden. Zur positiven Einwohnerentwicklung unserer Stadt gehört auch ohne Zweifel, dass Wohnraum zu vernünftigen Preisen angeboten werden kann.

 Das Bild oben zeigt eine GBW-Wohnanlage an der Landshuter Marshallstraße.  1200 GBW-Wohnungen sind in Landshut und Altdorf  betroffen.

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