Landshut - pm (03.09-2020) Überfüllte Schulbusse sind in Zeiten der Corona-Pandemie für unsere Schülerinnen und Schüler nicht zumutbar. Da ein Großteil der Schulkinder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fährt, fordert die Stadtratsfraktion der Grünen, allen voran Stadträtin Sigi Hagl und Stadtrat Pascal Pohl, ein umfassendes Hygienekonzept für den Weg zur Schule zu erstellen.
Auf vielen Schulbuslinien sind die Busse bei Regelschulbetrieb übervoll. Abstand halten ist in den Schulbussen bisher kaum möglich. Dies birgt eine große Ansteckungsgefahr. Als Organisator und Besteller der Schulbuslinien ist es Aufgabe der Stadt ein Hygienekonzept für einen sicheren Schulweg zu erstellen. „Wir müssen zum Schutz der Schulkinder Vorsorge treffen, um Ansteckungen zu vermeiden. Volle Schulbusse sind in Zeiten von Corona zu vermeiden“, erklärt Grünen-Stadtrat Pascal Pohl. Die strengen Infektionsschutzregeln während des Unterrichts machten zudem nur Sinn, wenn die Schülerinnen und Schüler auch auf dem Weg zur Schule keinem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. „Der Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen beginnt nicht erst ab dem Schultor“, so Pohl.
Es wäre zum Beispiel sinnvoll, die maximale Besetzung im Bus auf 80 Prozent der Sitzplätze zu beschränken. Außerdem muss das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes streng eingehalten werden. Eventuell können auch die Schulen ihre Schulzeiten flexibler gestalten, so dass die Schülerströme sich in der Schülerbeförderung über den Tag gleichmäßiger verteilen und eine Entlastung der Situation stattfindet.
„Wir wissen, dass die Verkehrsbetriebe gerade zu den Hauptzeiten der Schülerbeförderung keine zusätzlichen Kapazitäten mehr bereitstellen können“, so Pohl. Deshalb sei zu prüfen, ob bei regionalen Busunternehmen Kapazitäten frei sind, damit wenigstens auf den besonders belasteten Schulbuslinien sogenannte „Verstärker-Fahrzeuge“ eingesetzt werden können. Der Freistaat hat bereits signalisiert, die Mehrbelastung zusätzlicher Buskapazitäten für die Schülerbeförderung zu übernehmen.
Pohl und seine Stadtratskollegin Sigi Hagl, ebenfalls Mitglied im Bildungs- und Kultursenat, fordern von der Verwaltung zudem Auskunft über die Hygienekonzepte an den Landshuter Schulen. „Der Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen ist eine gewaltige Herausforderung und wir müssen alles tun, um die Gesundheit der Kinder und Lehrkräfte zu gewährleisten. Im Klassenzimmer selbst kommt es vor allem auf die Belüftung an. Deshalb befürworten wir den Einsatz von mobilen Raumluftreinigern, um die Infektionsgefahr in den Klassenräumen nachhaltig zu reduzieren“, so Hagl. Eine Rückkehr zum Regelbetrieb heiße auch, die offenen Ganztagsangebote und Mittagsbetreuungen wieder anzubieten. Gerade für berufstätige Eltern sei dies ein wichtiger Schritt hin zur Normalität.

