Landshut - pm (15.06.2026) „Wir saßen in der Falle“ – der Vortrag am Mittwoch, 17. Juni, in der Zentrale zum Rieblwirt beleuchtet, wie die Hallertau zum Handelszentrum für Hopfen wurde und ordnet dies in den Kontext der sogenannten „Arisierung“ ein. Was bürokratisch klingt, bedeutete für Jüdinnen und Juden die systematische Vernichtung ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Existenz. D
ie staatlich organisierte Ausplünderung machte Flucht oft unmöglich und veränderte zugleich das sozioökonomische Gefüge nachhaltig. Erst seit den 1990er Jahren wird intensiver erforscht, wie stark lokale Behörden, Institutionen und Teile der Bevölkerung in diesen Prozess eingebunden waren. Auch der NS-Gau „Bayerische Ostmark“ spielte hierbei eine Rolle. Der Vortrag zeigt die Mechanismen der Entrechtung, die Verdrängung aus Berufen und deren Folgen für die Betroffenen.
Referentin ist Petra Seifert, M.A., Traumatologin, Wissenschaftsautorin und Antisemitismusexpertin mit langjähriger Erfahrung in der Aufarbeitung von Zeitzeugenberichten.
Einlass 18 Uhr – Beginn 19 Uhr – Nebenraum – Eintritt frei, der Hut geht rum

