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Verkehrsverbund vor großen Aufgaben: MdL Radlmeier besucht LAVV-Geschäftsleiter

Radlmeier Häusler

Helmut Radlmeier (CSU) und Geschäftsleiter Dr. Christoph Häusler (re.) sprachen über die Potenziale des LAVV.

Landshut - pm (01.09.2020) Eine Überlappung Richtung München und Regensburg oder sogar die Gründung eines Verkehrsverbundes, der nieder- und oberbayerische Landkreise zusammenbringt - dem Landshuter Verkehrsverbund (LAVV) steht eine spannende Zukunft bevor.

Diese und weitere Projekte erörterten Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) und LAVV-Geschäftsleiter Dr. Christoph Häusler in einem Fachgespräch.

Gegründet wurde der LAVV in erster Linie, um eine einheitliche Tarifstruktur in Stadt und Landkreis Landshut zu schaffen. Seitdem kann man mit nur einem Ticket die Busse in der Region nutzen. Nun macht der Verkehrsverbund weitere Schritte, um den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) attraktiver zu machen. Ein Thema seit langem: Ein möglicher Beitritt zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV). Dafür läuft derzeit eine groß angelegte MVV-Erweiterungsstudie. Die Stadt und der Landkreis beteiligen sich daran als Auftraggeber, der Auftragnehmer ist der MVV selbst. "Interessant für den LAVV ist, welche Varianten es gibt - und welche davon für uns die beste ist", erläuterte Häusler. Eine gute Option könnte eine Tarifüberlappung der Verbünde sein, waren Radlmeier und Häusler sich einig. "Wir haben in der Region viele, die zur Arbeit nach München pendeln. Mit einer Tarifüberlappung würde für sie der tägliche Weg zur Arbeit und zurück günstiger. Außerdem könnte man durch einen attraktiven Tarif mehr Menschen zum Umstieg auf die Bahn bewegen", ergänzte Radlmeier, Verbandsrat des LAVV.

Ein großer Verkehrsverbund

Neben diesem Projekt arbeitet der LAVV zurzeit daran, die eigene Schlagkraft zu erhöhen. Zusammen mit den Landkreisen Dingolfing-Landau, Rottal-Inn und Kelheim wollen Stadt und Landkreis einen gemeinsamen Verkehrsverbund gründen. Ziel sei es, durchgehende Tarife zu erreichen, die bestehenden Linien besser aufeinander abzustimmen und die Fahrgastinformation zu verbessern. Häusler führte aus, dass man mit Gründung und Betrieb des LAVV zwar eine gute Ausgangsposition geschaffen habe, dennoch wolle man nun den Anschluss an naheliegende Verkehrsverbünde und benachbarte Kreise suchen. Das Vorhaben könnte sogar über Niederbayern hinauswachsen: Die Landräte der Landkreise Mühldorf und Altötting haben ebenfalls Interesse an einem Beitritt bekundet. "Ein derartiger Verkehrsverbund wäre ein Riesenschritt. Dadurch wachsen die beteiligten Städte und Landkreise enger zusammen. Gleichzeitig werden die Verbindungen für die Pendler attraktiver", so Radlmeier. Der Abgeordnete sagte zu, sich für eine Förderung des Vorhabens einzusetzen.

Mobilitätsformen einbeziehen

Häusler und Radlmeier besprachen zudem, wie man innerhalb der Region Landshut die Attraktivität des Öffentlichen Nahverkehrs steigern könnte. Eine wichtige Basis sei hier der Nahverkehrsplan, betonte Häusler. Dieser werde neu aufgestellt. Dabei werde man auch die Kommunen in der Region einbeziehen, um herauszufinden, wo es Lücken im Angebot gebe. Auch andere Angebotsformen wie bedarfsgesteuerte Bedienformen wolle man untersuchen lassen. Das sei eine gute Ergänzung zum Linienbetrieb, waren Häusler und Radlmeier einer Meinung. "Ein enges Liniennetz mit Bussen, das mit Rufbussen, Anrufsammel-Taxen und dergleichen bedarfsgerecht ergänzt wird - das sollte das Ziel sein. So bringen wir den ÖPNV in der ganzen Region voran", unterstrich Radlmeier.

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