Historiker Max Tewes präsentiert mit Freundeskreis Schatzmeister Georg Merk den historischen Landshuter Scheibenstutzen. - Foto Anke Humpeneder-Graf
Landshut - pm (09.03.2020) Handwerkliche Präzisionsarbeit vom Feinsten: Max Tewes M.A., Historiker bei den Museen der Stadt, ist sichtlich stolz. Ihm ist es gelungen, einen in Landshut hergestellten historischen Scheibenstutzen für das STADTmuseen zu sichern.
Deutlich ist auf dem Lauf des Gewehres die Gravur „A. Rehbichler in Landshut.“ zu sehen. Solche Waffen wurden für Schützen angefertigt, die damit zur Übung ihrer Treffsicherheit auf Schützenscheiben geschossen haben.
„Die Inschrift verweist auf Anton Rehpichler als Hersteller“, erklärt Tewes. Der Büchsenmacher ist von 1858 bis 1860 in der Landshuter Schirmgasse, Haus Nr. 279, gesichert. In diesem Haus, so Tewes weiter, hat es im Lauf der Jahrhunderte mehrere Generationen Büchsenmacher gegeben. „Auch von einem Vorgänger Rehpichlers, von Josef Zuschenthaler, haben wir schon eine Waffe in unserem Bestand.“
Zu verdanken ist der Ankauf nicht nur der Aufmerksamkeit von Max Tewes, der ihn bei einer Auktion der Landshuter Rüstkammer im vergangenen Jahr entdeckt hat, sondern auch der spontanen Unterstützungszusage des Freundeskreises Stadtmuseum Landshut. Nur so konnten die Museen sich den Zuschlag für die historische Feuerwaffe auch leisten. Schatzmeister des Freundeskreises, Georg Merk, meint, dass der Verein die für den Ankauf benötigten 1500 Euro, für die er eigens eine zweckgebundene Spende einwerben konnte, gerne ausgegeben habe, „es wäre sehr schade gewesen, wenn den Museen aufgrund ihres extrem niedrigen Ankaufsetats solche Stücke durch die Lappen gehen würden. Wir stehen auch hier an der Seite des Museums, für das unsere vielen Mitglieder und Spender sich einsetzen.“ In den letzten Jahren standen für Ankäufe im städtischen Vermögenshaushalt immer null Euro zur Verfügung, den Stutzen hätte man ohne Freundeskreis nicht erwerben können.
Was für die Landshuter Bürger besonders schön daran ist, verrät Tewes auch gleich: „Der Stutzen ergänzt unsere Sammlung von Landshuter Schützenscheiben, die wir – vor allem von der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft – in den Museen haben und die wir in nächster Zeit in einer Ausstellung präsentieren wollen.“

