Landshut - pm (02.03.2020) Schon am 15, März findet die Kommunalwahl statt. Kinder und Jugendliche, die unter 18 Jahre alt und daher am 15. März nicht stimmberechtigt sind, müssen in der Stadt Landshut aber nicht mehr so lange warten: Sie dürfen im Rahmen der U18-Wahl bereits am Freitag, 6. März, ihr Kreuzerl für einen OB-Kandidaten setzen. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag informierten Oberbürgermeister Alexander Putz und die Organisatoren über die Wahllokale und die Modalitäten.
Mit der U18-Wahl beteiligt sich die Stadt Landshut zum dritten Mal an der Aktion des Bayerischen Jugendrings (BJR).
Die U18-Wahl wird in Kooperation mit der Kommunalen Jugendarbeit der Stadt und des Landkreises, des Stadt- sowie des Kreisjugendrings und der Evangelischen Jugend Landshut durchgeführt. In der Stadt Landshut wird im Rahmen der U18-Kommunalwahlen die Oberbürgermeister-Wahl durchgeführt.
Ziel ist es, bei jungen Menschen das Interesse an Politik zu wecken und den Ablauf einer Wahl für sie greifbarer zu machen - die Jugendlichen können am 6. März zwischen denselben Kandidaten wählen, die auch in der "echten" OB-Wahl in der Woche darauf auf dem Wahlzettel stehen.
Wie gut die U18-Wahl von jungen Landshutern angenommen wird, zeigt allein die Beteiligung an der vergangenen Europawahl, deren Durchführung Oberbürgermeister Alexander Putz unterstützte: In der Stadt und im Landkreis stimmten fast 1000 Kinder und Jugendliche in den insgesamt 18 hierfür eingerichteten Wahllokalen ab; bundesweit nahmen 120.000 junge Menschen in 1.187 Wahllokalen daran teil.
Der Rathauschef freut sich auch im Rahmen der diesjährigen U18-Wahl auf eine rege Beteiligung der Kinder und Jugendlichen und ist schon gespannt auf die Ergebnisse der Abstimmung. "Es ist eine tolle Sache, wenn man junge Menschen frühzeitig für das Engagement in der Politik interessieren kann", betonte Putz, der die Aktion sehr begrüßt und deshalb erneut gerne unterstützt. Vordergründiges Ziel der Aktion sei zudem, der bundesweit wahrzunehmenden Politikverdrossenheit entgegenzuwirken. Putz führt dies unter anderem auch auf die Art politischer Diskussionen zurück. Es sei wichtig, den Jugendlichen zu vermitteln, dass es in der Demokratie unterschiedliche Positionen gibt; entscheidend sei aber auch, den Mitbewerbern mit Wertschätzung gegenüberzutreten und respektvoll miteinander umzugehen. "Wir haben hier eine Vorbildfunktion", betonte Putz und ergänzte: "Man muss sich bei allen Kandidaten, die sich einer Wahl stellen - sei es für die Stadtrats- oder die OB-Wahl - bedanken".
Das Planspiel sei ein guter Anfang, um die Wahlbereitschaft der jungen Erwachsenen frühzeitig zu stärken und sie, sobald sie volljährig sind, für den Gang zur Wahlurne zu gewinnen.
Dies, bekräftigte auch der Leiter der Kommunalen Jugendarbeit, Matthias Nowack, hätten auch die letzten U18-Wahlen gezeigt: "Die Jugendlichen haben ein durchaus großes Interesse daran, ihre Stimme abzugeben, auch wenn sie noch nicht tatsächlich ins Wahlergebnis einfließt". Mit der gemeinsamen Aktion möchte man vonseiten der Kommunalen Jugendarbeit der Stadt besonders auch den jugendpolitischen Bildungsauftrag wahrnehmen: Es sei wichtig, die Jugendlichen verstärkt an das demokratische System und die demokratische Denkweise heranzuführen, so Nowack.
Lobende Worte von Putz gab es vor allem auch für die Kooperationspartner, die einen nicht unerheblichen organisatorischen Aufwand leisten würden, um die Aktion erst möglich zu machen. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Oberbürgermeister recht herzlich für den wertvollen Einsatz.
"Wir hoffen, dass die Wahlbeteiligung noch größer ist, als in den letzten Jahren", so der Erste Vorsitzende des Stadtjugendrings, Florian Schwing.
Das Schöne daran sei, ergänzte er, dass es sich bei der Aktion um keine schnelle Onlinebefragung handele, sondern, dass die Jugendlichen persönlich ins Wahllokal kommen, wie es später bei "richtigen Wahlen" auch sein werde. Damit die Jugendlichen ihre Wahlentscheidung bewusster treffen können, werden in den Wahllokalen Steckbriefe mit Informationen zu den einzelnen Kandidaten ausgehängt.
Für die "U18-Oberbürgermeister-Wahl" werden in der Stadt Landshut vier Wahllokale eingerichtet:
im Nachbarschaftstreff DOM, das von 14 bis 18 Uhr geöffnet hat,
im MoJa-Bus vor dem Rathaus von 12 bis 18 Uhr,
im MoJa-Tunnelhaus von 12 bis 18 Uhr sowie
am Ländtorplatz von 13 bis 16 Uhr.
Weitere sechs Wahllokale werden in Landshuter Schulen eröffnet - dies sind allerdings interne Wahllokale.
Die Ergebnisse werden spätestens am Montag, 9. März, erwartet und im Internet unter www.u18-landshut.de veröffentlicht. Dort sind auch alle Infos rund um die U18-Wahlen zu finden.

