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Landshut bewirbt sich um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Landshut - pm (12.02.2020) Die Stadt Landshut verpflichtet sich, die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen vor Ort zu stärken. Oberbürgermeister Alexander Putz hat dazu heute gemeinsam mit Haimo Liebich, Vorstandsmitglied des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V., eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit unterzeichnet.

Im nächsten Schritt wird die Stadt einen Aktionsplan erstellen, um junge Menschen in Landshut besser zu schützen, zu fördern und zu beteiligen.

Für den Aktionsplan, der innerhalb eines Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt wird, vergibt der Verein das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. begleitet den gesamten Prozess.

Landshut ist die größte Stadt Niederbayerns und nach Regensburg, Puchheim und Garmisch-Partenkirchen die vierte bayerische Gemeinde im Programm.

Oberbürgermeister Alexander Putz sagte: „Landshut ist eine familienfreundliche Stadt. Kinder und Jugendliche sollen hier aber nicht nur gut aufwachsen können – sie sollen auch die Möglichkeit haben, ihre Wünsche und Anregungen zur Entwicklung der Stadt vorzutragen. Junge Menschen für Demokratie zu begeistern und sie an der politischen Meinungsbildung zu beteiligen, ist mir ein Herzensanliegen. Sie brauchen ein Forum, um sich aktiv in die Zukunftsgestaltung ihrer Heimatstadt einzubringen. Wir setzen uns daher gerne für die Umsetzung des Vorhabens ‚Kinderfreundliche Kommunen' ein.“

Haimo Liebich betonte im Namen des Vereins: „In Landshut wurden bereits einige Projekte für mehr Kinderfreundlichkeit auf den Weg gebracht. Mit dem Landshuter Jugendforum verschaffen sich Jugendliche Gehör im Stadtrat. Außerdem gibt es seit November 2019 eine Jugendversammlung in der Heranwachsende mit dem Oberbürgermeister ins Gespräch kommen können. Im nächsten Schritt wird es nun darum gehen, einen Aktionsplan zu erarbeiten, der die Kinderrechte auf allen Ebenen von Politik und Verwaltung verankert. Hier werden die Meinungen der Kinder und Jugendlichen als Expert_innen in eigener Sache eine zentrale Rolle spielen.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch die Stadtverordnetenversammlung prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ für die folgenden drei Jahre.

Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative. Diese setzt sich seit 1996 international dafür ein, die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. In Deutschland haben sich bereits zahlreiche Kommunen dem Programm angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg.

Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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