Bürokratie verhindert das temporäre Kunstprojekt
Landshut - pm (23.09.2026) Die in der Innenstadt angekündigte Intervention „Fontäne Isar - Infrastrukturtheater“ des Künstlerduos bankleer muss wegen fehlender Genehmigung ausfallen. Bankleer wollte mit der Installation einer improvisierten Fontäne aus mobiler Pumpe und Feuerwehrschläuchen das Geschenk des fließenden Wassers der Isar als öffentliches Gut und verschwenderische Energie in den öffentlichen Raum bringen, um zum Nachdenken über Wasser als lebensnotwendiges Bindeglied für Ökologie und Gemeinschaft anzuregen.
Zwei avisierte Termine im August und Anfang September wurden wegen fehlender Genehmigungen bereits verschoben, der dritte in Aussicht gestellte Termin muss nun ebenfalls entfallen, weil die Stadtverwaltung dem gestellten Antrag nicht zugestimmt hat.
Im Zuge der Antragsstellung ist etwas geschehen, das wir so nicht geplant und auch nicht erwartet haben: Der Verwaltungsvorgang selbst ist zum Bestandteil des Kunstwerks geworden. Die Bürokratie zum Co-Regisseur dieses Infrastrukturtheaters.
Unser Eindruck, die Stadt wolle die „Fontäne Isar - Infrastrukturtheater“ durch bürokratische Anforderungen unmöglich machen, weil es einen möglichen Zusammenhang mit der abgelehnten städtischen Altstadt-Fontäne gibt, dementiert die Stadt. Bankleers Aktion sollte jedenfalls keinen kritischen Kommentar auf die städtischen Pläne abgeben; ein solcher Zusammenhang hat sich aber offenbar unfreiwillig ergeben.
Die Projektreihe „DREAM ILLEGAL – Kunst als Widerstand“, deren Teil die Isar-Fontaine ist, ist ein Gradmesser für die gesellschaftliche Akzeptanz von Kunst. Die politischen und verwaltungstechnischen Vorgänge ergeben ein Performance-Material, das aufzeigt, wie öffentlich der öffentliche Raum ist.
Anstelle der geplanten „Fontäne Isar“ wird das Künstlerduo bankleer am kommenden Donnerstag, 24. September, um 12 Uhr am ursprünglich geplanten Standort, dem Platz im Bereich Ecke Altstadt/Kirchgasse zur ursprünglich geplanten Startzeit zu Fragen zur Verfügung stehen.

