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Klinikum-Geschäftsführer Dr. Philip Ostwald: "Die Lage ist weiter brisant, die Corona-Stationen sind weiterhin voll"

ostwald philipp neuLandshut - pm (15.01.2021) „Für unsere Mitarbeiter und infizierten Patienten geht die Pandemie mit voller Wucht weiter“, berichtet Dr. Phillip Ostwald (Foto), Geschäftsführer des Klinikums, über die aktuelle Corona-Lage. „Die Corona-Stationen einschließlich der Intensivstation sind weiterhin voll, die Belastung ist hoch.“ „Die Lage in den Krankenhäusern ist weiter brisant“, so Dr. Ostwald weiter. „Von einem deutlichen Rückgang der Corona-Patienten sind wir weit entfernt.“

Derzeit werden auf den Covid-19-Normalstationen des Klinikums 30 infizierte Patienten sowie 12 Verdachtsfälle behandelt. Auf der Intensivstation befinden sich sechs positive Patienten, von denen vier beatmet werden, sowie zwei Verdachtsfälle. Insgesamt werden somit 50 Patienten mit Covid-19-Zusammenhang behandelt (Stand: 14.1.).

Viele Corona-Fälle werden über die Zentrale Notaufnahme des Klinikums aufgenommen – strikt getrennt von den Nicht-Corona-Patienten mit Brüchen, mit blutenden Verletzungen und in lebensbedrohlichen Zuständen. „Auch unsere Notaufnahme ist durch die Corona-Krise jeden Tag gefordert“, so Dr. Ostwald. Er appelliert deshalb an die Bevölkerung, die Notaufnahme – so wie auch in „normalen Zeiten“ – nicht mit leichten Beschwerden aufzusuchen. „Fieber, Unwohlsein und Erbrechen sind weiterhin ein Fall für den Hausarzt oder eine Bereitschaftspraxis.“ Bei Unfällen mit Brüchen, Bewusstlosigkeit, starken Herzbeschwerden, akuten Blutungen oder plötzlichem starkem Schwindel sollen sich die Patienten oder ihren Angehörigen aber nicht scheuen, weiterhin sofort den Notruf zu wählen.

Weitere Impfungen am Klinikum
Ca. 220 Mitarbeiter des Klinikums wurden bisher geimpft, am Wochenende folgen weitere 200 – nach Einschätzung von Dr. Ostwald und der Einsatzleitung am Klinikum noch viel zu wenig. „Wir benötigen fünfhundert Dosen mehr, um unsere Mitarbeiter in Risikobereichen zügig durchzuimpfen.“ Die Impfbereitschaft sei bisher hoch, die Anmeldelisten sind voll. „Die Impfung ist die wirksamste Möglichkeit, die Patienten und sich selbst zu schützen und die Pandemie im Gesamten einzudämmen. Nur durch die Impfung können wir wieder mehr in Richtung Normalität im Alltag kommen.“

FFP2-Masken-Empfehlung für Mitarbeiter
Am Klinikum besteht seit fast zwei Monaten die Empfehlung, FFP2-Masken zu tragen – unabhängig vom Patientenkontakt. Die Mitarbeiter und auch die wenigen Besucher, die mit Ausnahmeregeln ins Klinikum kommen, tragen seitdem diesen Schutz. „Angesichts steigender Infektionszahlen haben wir uns dafür entschieden“, so Dr. Ostwald. Die FFP2-Masken hätten nämlich gegenüber dem Mundnasenschutz einen großen Vorteil: Sie bietet neben dem Fremdschutz auch einen wirksamen Eigenschutz. Mit einer Verschärfung der Maskenpflicht im öffentlichen Raum will auch das bayerische Kabinett diesen Effekt nutzen. Denn ein medizinischer Mundnasenschutz oder eine selbstgenähte Stoffmaske schützen zwar andere, aber nicht den Träger selbst. Dringen beim Gegenüber also Aerosole durch eine schlecht sitzende Maske, könnte man sich infizieren. „Bei einer gut sitzenden FFP2-Maske besteht tatsächlich ein effektiver Eigenschutz“, so Dr. Ostwald. „Deshalb glaube ich auch, dass die Entscheidung des bayerischen Kabinetts richtig ist.“

Vogginger

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