Cookie Einstellungen

Um Ihnen ein angenehmes Online-Erlebnis zu ermöglichen, setzen wir auf unserer Webseite Cookies, darunter auch Tracking Cookies von Drittanbietern, ein. Detaillierte Informationen und wie Sie der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen. Mit Klick auf den Einverstanden-Button erklären Sie sich mit der Nutzung von Cookies einverstanden. Mehr...

Einverstanden

Rundschau LA Logo

Landshutfest
  • Home
  • Landshut
    • Politik
    • Soziales
    • Leute
    • Polizei / Gericht
    • Umwelt und Klima
    • Bildung und Schule
    • Verkehr
    • Kurzmeldungen
  • Landkreis / NB / BY
    • Landkreis
    • Niederbayern
    • Bayern
  • Sport
  • Kultur
    • Kino
    • Theater
    • Konzert
  • Wirtschaft
  • Gesundheit
  • Lesermeinung
  • Mediadaten
  • Archiv

Hitzeschutz im Hospiz – Projekte nur mit Spenden umsetzbar

Hitzeschutz im Hospitz

Wenn Zimmer und Flure zur Hitzefalle werden, geraubter Schlaf, Kreislaufprobleme und stehende Luft das Wohlbefinden von Bewohnern und Personal belasten, kann der würdevolle Abschied bedroht sein.

Vilsbiburg - pm (24.09.2026) Der Rekordsommer 2026 hat mit extremen Temperaturen die Schlagzeilen dominiert und gezeigt, welche gesundheitlichen Gefahren anhaltende Hitzewellen besonders für verletzliche Menschen mit sich bringen. Während die Diskussion in der Öffentlichkeit nach den heißen Monaten schnell wieder abebbt, ist der nächste vergleichbare Sommer ob des menschengemachten Klimawandels abzusehen und gefährdet so erneut das Wohlbefinden und die Gesundheit der vulnerabelsten Gruppen der Gesellschaft.

Im Hospiz Vilsbiburg geht es nicht darum, das Unabwendbare aufzuhalten. Die Bewohner kommen vielmehr dorthin, um ihre letzte Lebensphase in Geborgenheit und ohne vermeidbare Leiden zu verbringen. Doch extreme Hitze mindert genau diese wertvolle Lebensqualität drastisch: Wenn Zimmer und Flure zur Hitzefalle werden, geraubter Schlaf, Kreislaufprobleme und stehende Luft das Wohlbefinden von Bewohnern und Personal belasten, kann der würdevolle Abschied bedroht sein. Der vergangene Sommer hat Bewohner, Angehörige und das Pflegeteam an ihre Belastungsgrenzen gebracht, wie Hospizleiterin Sabrina Ecker im Interview erklärt.

Wie haben die Bewohner und Mitarbeitenden die vergangenen Hitzewellen erlebt, wie hat die Hitze die Aufenthaltsqualität beeinflusst?

Sabrina Ecker: Auch wenn die Zimmer mit Klimageräten gekühlt werden können, verzichten manche Bewohner ganz bewusst darauf. Zudem heizen sich Flure und Gemeinschaftsräume stark auf. Die Folge: Bewohner meiden diese Räume an heißen Tagen fast vollständig. Statt Geselligkeit und Miteinander im Wohnbereich zu erleben, ziehen sie sich isoliert in ihre Zimmer zurück, weil es andernorts schlicht zu warm ist. Besonders unsere große, lichtdurchflutete Glasfront im Foyer – die architektonisch wunderbar ist und eine helle Atmosphäre schafft – wirkt an Hochsommertagen wie ein Wärmespeicher, da hier bislang keinerlei Verschattungsmöglichkeit besteht. Für die Mitarbeitenden wird die körperlich und emotional anspruchsvolle Pflegearbeit bei anhaltend hohen Temperaturen extrem fordernd. Trotz kostenlos bereitgestellter Getränke und ausreichendem Trinken führt die Hitze im Dienstzimmer und auf den Gängen spürbar zu Kreislauf- und Konzentrationsbelastungen.

Welche Wünsche und Anliegen wurden während der Hitzewellen von Bewohnern und Angehörigen an Sie und Ihr Team kommuniziert?

Sabrina Ecker: Der Wunsch, nicht nur im eigenen Bett zu liegen, sondern kühle Gemeinschaftsbereiche nutzen zu können. Der Wunsch nach Zeit im Freien und frischer Luft ist ebenfalls oft bis zum Schluss vorhanden. Schattenorte sind jedoch rar, hier wünschen sich Bewohner und Angehörige mehr geschützte Nischen, um ungestört gemeinsam Zeit verbringen zu können. Ferner ist natürlich auch die Nachfrage nach kühlen Getränken und erfrischenden Maßnahmen extrem hoch.

Welche Maßnahmen konnten kurzfristig ergriffen werden?

Sabrina Ecker: Wir haben die Lüftungsintervalle angepasst, kühle Fußbäder, erfrischende Aromapflege-Waschungen und kontinuierlich kühle Getränke angeboten. Dabei behelfen wir uns mühsam mit herkömmlichen Eiswürfelbeuteln, was uns logistisch enorm fordert. Auch der Einsatz von handelsüblichen Sonnenschirmen stößt schnell an seine Grenzen, da bei Gewittern kein umgehender Rückbau vonstattengehen kann und somit häufig Schäden entstehen.

Welche Zusatzausstattung wäre wünschenswert, um das Hospiz an das veränderte Klima anzupassen und den Bewohnern auch im Sommer ein angenehmes Umfeld zu schaffen?

Sabrina Ecker: Hier sehen wir ganz konkrete, nachhaltige Maßnahmen. Dazu gehört eine feste, wetterfeste Überdachung der Gemeinschaftsterrasse mit integrierter Markise. Wir benötigen ferner eine professionelle Gastro-Eiswürfelmaschine, um eine schnelle und hygienisch einwandfreie Bereitstellung kühlender Pflegemaßnahmen zu ermöglichen. Eine weitere Maßnahme wäre eine UV-Schutzfolierung der Glasfront im Foyer, um die Hitzeentwicklung im Gebäude zu senken. Um die Arbeitsfähigkeit des Teams langfristig zu sichern und Bewohnern auch an heißen Tagen ein kühles Miteinander außerhalb des Zimmers zu ermöglichen, wäre ferner eine Klimatisierung für das Pflegedienstzimmer und die Gemeinschaftsräume wünschenswert. Zuletzt wünschen wir uns eine schattenspendende Gartengestaltung – beispielsweise mit Sonnensegeln – um mehreren Familien zeitgleich private und kühle Plätze bereitzustellen.

Warum sind entsprechende Maßnahmen gerade im Hospiz- und Palliativbereich besonders wichtig?

Sabrina Ecker: Weil es um Würde und Fürsorge geht. Mir ist es wichtig zu betonen: Wir im Hospiz stehen mit diesem Problem nicht isoliert da. Diese Herausforderung betrifft die gesamte Pflegelandschaft – Krankenhäuser, Altenheime und ambulante Dienste stehen vor denselben gewaltigen Hürden. Ein behördlich eingeforderter Hitzeschutzplan, der sich am Ende darin erschöpft, Wasser bereitzustellen, oder Leitungskräfte vor Ort damit beschäftigt, theoretische Qualitätsstandards auf Papier zu bringen, greift völlig ins Leere. Träger wie die LA-Regio Kliniken werden mit den Kosten für die Klimaanpassung komplett allein gelassen. Es gibt schlicht keine Refinanzierung für diese baulichen Maßnahmen, weder für Kliniken noch für Hospize. Hinzu kommt, dass das Personal in diesen Konzepten fast immer vergessen wird: Pflege ist körperlich fordernd, emotional anspruchsvoll und verlangt höchste Konzentration. Wenn Pflegekräfte unter drückender Hitze selbst mit Kreislaufproblemen kämpfen, stößt das gesamte System an Grenzen. Als Hospiz möchten wir hier vorangehen und konkrete Erleichterungen schaffen, auch wenn uns dafür ohne staatliche Mittel nur der Weg über Spenden und unseren Förderverein bleibt.

Da die öffentliche Finanzierung des Hospizes Vilsbiburg lediglich 95 Prozent des laufenden Betriebs umfasst und somit keine baulichen Veränderungen oder Hitzeschutzmaßnahmen einschließt, sind zur Ertüchtigung und Klimaanpassung am Hospiz Vilsbiburg Zuwendungen vonnöten. Der Förderverein des Hospizes Vilsbiburg arbeitet stetig an der Verbesserung der personellen und infrastrukturellen Ausstattung des Hospizes und hat zur Vorbereitung auf den nächsten Hitzesommer nun die zeitnahe Umsetzung entsprechender Maßnahmen ins Auge gefasst. Spenden sind dabei unter der IBAN: DE87 7435 0000 0000 2881 01 möglich, erfolgen diese unter Nennung des Begriffes „Hitzeschutz“ werden diese zweckgebunden für die Verbesserung der Wohn- und Arbeitsumstände während des Sommers verwendet. 

Landshutfest

Wetter Landshut

Heute 16°C
Morgen 17°C
26.09.2026 21°C
© Deutscher Wetterdienst
Sobolewski Passfotos
Mit welcher Schulnote bewerten Sie den Landshuter ÖPNV?
Bernhard Schindler Wolfgang Bosbach

rundschau Leserstatistik

Rundschau Leserstatistik

Landshutfest

Die Top 9 aus 49 Tagen

  • „Zukunft statt Kahlschlag“: BMW-Beschäftigte in Dingolfing & LA werben am Aktionstag (21.9.) für sichere Arbeitsplätze
  • 1.000 Zuschauer: Grandioser Landshuter 6:2 Sieg gegen 1860 München II
  • Vollbrand eines landwirtschaftlichen Schweinestalls
  • 21.30 Uhr: Großes Dultfeuerwerk und ein Feuerwerk der Stimmung auf der Dult
  • „Zukunft statt Kahlschlag“: Hunderte Beschäftigte setzen bei BMW Dingolfing & Landshut ein klares Zeichen
  • Flicksanierung am Kreisverkehr der B299 bei Vilsbiburg
  • Leipfinger-Bader setzt Engagement für EV Landshut fort
  • Zu den Entgleisungen von Bischof Stefan Oster - "Vielfalt ist keine Gefahr für die Demokratie, Herr Bischof!"
  • Mazda gerät Am Wattenbach 13 in Vollbrand
Bernhard Schindler Wolfgang Bosbach

rundschau24

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Transparenzverordnung

rundschau 24 unterstützen

Vielen Dank für Ihre Bereitschaft die Arbeit der landshuter rundschau via PayPal zu unterstützen.

Copyright © 2018 Landshuter Rundschau. All Rights Reserved. Created by Landshuter Rundschau
  • Home
  • Landshut
    • Politik
    • Soziales
    • Leute
    • Polizei / Gericht
    • Umwelt und Klima
    • Bildung und Schule
    • Verkehr
    • Kurzmeldungen
  • Landkreis / NB / BY
    • Landkreis
    • Niederbayern
    • Bayern
  • Sport
  • Kultur
    • Kino
    • Theater
    • Konzert
  • Wirtschaft
  • Gesundheit
  • Lesermeinung
  • Mediadaten
  • Archiv